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Rhodesian Ridgeback PDF

Der Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback (RR) stammt aus dem südlichen Afrika. Seine ursprüngliche Aufgabe war es, in Gruppen von zwei bis drei Hunden, Grosswild (meist Löwen) aufzuspüren und zu stellen bis der Jäger herangekommen war (daher auch der Begriff “Löwenhund”). Bis der Jäger zur Stelle war, hinderten die RRs durch Ablenkungsmanöver wie Umkreisen und Scheinangriffen das Großwild am Ausbrechen.
Sein Aussehen beruht auf dieser ursprünglichen Aufgabe: Ein starker, muskulöser und wendiger Körper, der bei mittlerer Geschwindigkeit äusserst ausdauernd ist.

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Das auffälligste Merkmal des Rhodesian Ridgeback ist sein Ridge, ein bis zu 5 cm breiter Rückenkamm, der dadurch entsteht, dass die Haare auf dem Rücken in Gegenrichtung zu den anderen Haaren am Körper wachsen.
Das Wesen des Rhodesian Ridgeback lässt sich als würdevoll, intelligent, zurückhaltend Fremden gegenüber, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu, beschreiben. Er eignet sich zur Ausbildung zum Blinden-, Rettungs- oder Fährtenhund. Verständnisvoll motiviert kann man mit einem RR jeden Sport betreiben. Einzige Ausnahme ist die Ausbildung zum Schutzhund, da dieser von Haus, ohne jemals bestärkt worden zu sein, vorhanden ist.
Rhodesian Ridgebacks sind, wenn sie geistig und körperlich ausgelastet sind, sehr ruhige Hunde. Bereits im Welpenalter benimmt sich ein RR, im Verhältnis zu Welpen anderer Rassen, recht anständig.
Seinem Rudel gegenüber verhält sich der RR absolut loyal und würde für dieses durchs Feuer gehen. Auch Freunde und Bekannte des Rudels werden freundlich geduldet, solange sie sich nicht merkwürdig benehmen.
Man sagt dem Rhodesian Ridgeback einen Sinn für Gefahren nach. Er ist vorsichtig und nicht unbedingt darauf aus, mit fremden Personen Freundschaft zu schließen.
Anderen Hunden gegenüber ist der Rhodesian Ridgeback (gute Sozialisierung vorausgesetzt) eher zurückhaltend aber mit durchaus freundlicher Grundstimmung. Am liebsten spielt er ausgelassen mit anderen Ridgebacks, da vielen anderen Hunderassen seine Art zu Spielen zu stürmisch ist. Das bedeutet aber nicht, dass der RR keine Freundschaften zu Hunden anderer Rassen pflegt!

FCI - Rassestandard (Nr. 146)

Der Oberkopf sollte von mittlerer Länge sein (Breite zwischen den Behängen, Entfernungen vom Hinterhauptstachel bis zum Stirnabsatz, vom Stirnabsatz zur Nasenspitze sollten gleich sein), flach und breit zwischen den Behängen; in entspannter Haltung keine Faltenbildung am Kopf.

Der Stirnabsatz sollte recht gut markiert sein: Das Profil darf nicht in einer Geraden vom Hinterhauptstachel zur Nasenspitze verlaufen.

Die Nase sollte schwarz oder braun sein. Eine schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, eine braune Nase mit bernsteinfarbenen Augen einhergehen.

Der Fang sollte lang, tief und kräftig sein.

Die Lefzen sollten straff sein und an den Kiefern anliegen.

Das Gebiss sollte starke Kiefer haben mit einem perfekt schließenden und vollständigen Scherengebiss. Das heisst, dass die oberen Schneidezähne die unteren Schneidezähne dicht übergreifen und senkrecht im Kiefer stehen. Die Zähne müssen gut entwickelt sein, besonders die Eck- oder Fangzähne.

Die Augen sollten mäßig weit voneinander eingesetzt sein, rund, klar und funkelnd, mit intelligentem Ausdruck. Ihre Farbe soll mit der Fellfarbe harmonieren.

Die Behänge sollten ziemlich hoch angesetzt sein, von mittlerer Größe, recht breit am Ansatz und sich zu einer abgerundeten Spitze verjüngen. Sie sollten am Kopf anliegend getragen werden.

Der Hals sollte ziemlich lang, kräftig und ohne lose Kehlhaut sein.

Der Rücken sollte kraftvoll und die Lenden stark, muskulös und leicht gewölbt sein.

Der Rippenkorb sollte nicht zu breit sein, aber sehr tief und geräumig; der tiefste Punkt des Brustbeines sollte in Höhe des Ellbogenpunktes liegen.

Die Vorbrust sollte, von der Seite gesehen, sichtbar sein.

Die Rippen sollten mäßig gewölbt, aber nicht tonnenförmig sein.

Die Rute sollte am Ansatz kräftig und zur Rutenspitze hin allmählich dünner werden und dabei nicht grob wirken. Sie sollte von mäßiger Länge sein, weder zu hoch noch zu tief angesetzt, leicht gebogen getragen, aber niemals aufgeringelt.

Die Vorderläufe sollten vollständig gerade sein, stark und mit kräftigen Laufknochen, die Ellbogen am Rumpf anliegend. Von der Seite gesehen, sollte der Vorderlauf breiter sein als von vorn gesehen. Starke Vorderfußwurzelgelenke, Vorderfuß leicht geneigt gestellt.

Die Schultern sollten sich, schräg liegend, klar abzeichnen und, muskulös, große Geschwindigkeit erahnen lassen.

Die Pfoten sollten rund und geschlossen sein mit gut gewölbten Zehen.

Die Bemuskelung der Hinterhand sollte schlank sein, die Knie gut gewinkelt und der Hintermittelfuß kurz.

Der Gang sollte mit gutem Raumgriff sowie frei und aktiv sein.

Das Fell sollte kurz und dicht sein, glatt und glänzend im Aussehen, aber weder wollig noch seidig.

Die Farbe reicht von hell-weizenfarbig bis rot-weizenfarbig. Ein wenig weiß an der Brust und den Zehen ist statthaft, ausgedehnte weiße Behaarung hier, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist unerwünscht. Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind äußerst unerwünscht.

Die erwünschten Schulterhöhen sind bei Rüden zwischen 63 cm bis 69 cm, bei Hündinnen zwischen 61 cm bis 66 cm. Dabei sollten die Rüden ein Gewicht von 36,5 kg und die Hündinnen ein Gewicht von 32 kg haben.

Die Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Jede Abweichung von diesem Standard sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad seiner Abweichung stehen sollte.